
Feuernacht
AnfragenWenn ich Feuernacht betrachte, sehe ich den Moment, in dem Natur und Emotion ineinandergreifen. Ich wollte einen Wald einfangen, der zugleich brennt und lebt – ein Ort, an dem Hitze, Licht und stummer Widerstand miteinander ringen. Die glühenden Orange-, Rot- und Gelbtöne steigen wie Flammen an den schlanken, dunklen Baumstämmen empor und lassen den Wald wirken, als wäre er von innen heraus entzündet.
Der Mond, groß und milchig schimmernd, hängt wie eine stille Gegenkraft über der Szene. Er bringt eine kühle, fast entrückte Ruhe in das flackernde Farbspiel und schafft einen Moment des Gleichgewichts zwischen Wärme und Distanz. Die Strukturen der Rinde und die nervösen Linien der Äste entstanden in einem sehr intuitiven Malprozess – fast so, als hätte der Wald selbst entschieden, welche Form er annimmt.
Für mich ist Feuernacht ein Bild über Transformation: über das Alte, das verglüht, und das Neue, das im Verborgenen bereits wartet. Es ist ein Wald im Wandel – verletzlich, kraftvoll und voller Bewegung.
